Wohledle Sassen nach Rang und Würd, liebe Freunde der Rytterschaft!

Wir erleben gerade eine außergewöhnliche Jahrung A. F. 89 / 90

"Alles neu macht der Mai" lautet die gern zitierte erste Zeile eines Gedichtes des Schriftstellers Hermann Adam von Kamp. Für unsere Rytterschaft war aber nicht der Mai der Monat der großen Veränderungen, es war bereits der März.

Im Verlaufe des Jahreskapitelums am 05. März AD 2000 und 20 dazue legte Großmeyster Erzrytter Hiltebrant vom Sand am Regnitzstrand die von ihm in dreizehn Jahrungen getragene Großmeysterkette ab. Als Ergebnis der sich anschließenden Wahl trat ich seine Nachfolge an. Zum Cantzler der Rytterschaft wurde Rytter Eberhard vom Eichelsee an der wilden Zarge gewählt, das Amt des Magisters bekleidet nunmehr Rytter Alexander vom Frankenland. Die weiteren Würdenträger wurden in ihren Ämtern bestätigt.

An dieser Stelle sei dem nunmehrigen Altgroßmeyster Erzrytter Hiltebrant vom Sand am Regnitzstrand von Herzen für die Ausübung des Großmeyster-Amtes in den vergangenen Jahrungen gedankt. Ungezählt sind die vielen Stunden, welche er in dieser Zeit in sein Amt eingebracht hat. Sicherlich hat auch die eine oder andere persönliche Planung zugunsten der Rytterschaft hintan gestanden und das großmeysterliche Nervenkostüm hie und da gelitten.

Herzlichen Rytterdank hierfür und für alles Engagement im Dienste der Rytterschaft.

Genauso herzlich gilt es aber auch seiner vielminniglichen Burgfrau Doris Dank zu sagen. Mit ihrer stetigen Unterstützung hatte sie großen Anteil am großmeysterlichen Wirken von Erzrytter Hiltebrant.

Bereits kurz nach dem Jahreskapitelum ergab sich die nächste Veränderung. Der Corona-Virus trat ins rytterliche Leben und veränderte es erheblich. Ein Treffen zu den regelmäßigen Sippungen war und ist aktuell nicht möglich. Auch sind die besonderen Veranstaltungen wie Ostermontagstreff und Rytterausflug nicht möglich gewesen. Als kleiner Hoffnungsschimmer dienen seither die virtuellen Sippungen. Mit ihnen versuchen die Sassen der Rytterschaft das rytterliche Leben gedanklich aufrechtzuerhalten.

Im rytterlichen Dasein als auch in der Profanei des alltäglichen Lebens bleibt gegenwärtig nur die Hoffnung auf bessere Tage. Allen Freunden aus Nah und Fern, allen Ryttern nach Rang und Würd sowie den vielminniglichen Burgfrauen wünsche ich daher, dass sie von Corona verschont bleiben mögen und wir uns baldmöglichst wieder im rytterlichen Rahmen begegnen können.

Rytterschaft zum Goldenen Federkiel

 

Clemens zue Carolstatt Cranaha

V. Großmeyster